Das Leben feiern

Gestaltung prägt den öffentlichen Raum. Meistens nehmen wir das nur unterbewusst wahr oder übersehen es. Doch immer wieder sorgt Gestaltung in der Öffentlichkeit für Diskussionen. Zuletzt standen viele Denkmäler im Fokus. Sollen Personen mit einem Denkmal geehrt werden, die eine Gruppe ausgrenzen oder sogar für deren Leid verantwortlich sind? Gehört der öffentliche Raum nicht allen? Wird durch das entfernen von Denkmälern Geschichte ausgelöscht?

Gestaltung, egal ob Kunst oder Design, muss sich immer an den Betrachtern und der Zeit messen. Sie hat keinen Ewigkeitsanspruch. Sie muss sich verändern und an die Gegebenheiten anpassen. Man könnte auch sagen, Gestaltung soll das Leben feiern.

Architekt Dan Stubbergaard aus Kopenhagen nennt als eine Qualität von guter Gestaltung, dass sie auf unterschiedliche Weisen an das Leben angepasst werden kann. So kommt der von seinem Büro gestaltete Israels Plads in Kopenhagen nicht gedankenschwer daher. Er zeigt das Leben – öffnet den Raum für Mensch und Natur.

Das Magazin TWIST auf arte.tv fragt, wie wir uns erinnern wollen
Das Magazin TWIST auf arte.tv fragt, wie wir uns erinnern wollen: Denkmalsturz?

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